30 Jahre DFU

Aus DGF Heilbronn

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In diesem Jahr wurde unser Verein 30 Jahre alt. Im Vorstandskreis wurde lange überlegt, wie wir dieses Ereignis gebührend feiern könnten. Marion, die Frau von Michael Hoffer, hatte dann die zündende Idee. Ein Theaterabend wäre doch einmal etwas ganz anderes und sicher dem dreißigjährigen Jubiläum angemessen. Von dieser Idee war der gesamte Vorstand angetan und es wurde Ausschau nach einer geeigneten Veranstaltung gehalten.

Wir stießen dann auf das „Alte Theater“ in Sontheim. Da an das Theater ein Hotel mit Restaurant angeschlossen ist, konnte man den Theaterabend ideal mit unserem jährlichen „Kulinarischen Abend“ verknüpfen und hatte damit eine wunderbare Feier zum dreißigjährigen Bestehen unseres Vereins. Nachdem diese Idee Zustimmung gefunden hatte, besorgte unser erster Vorsitzender Jürgen Kuckert direkt einmal 60 Karten. Diese waren erwartungsgemäß auch ruckzuck vergriffen. Mit viel Mühe und auch einer Portion Glück konnte Jürgen noch 5 Karten bekommen. Damit konnte die Nachfrage aller Mitglieder befriedigt werden.

Am 24. November trafen sich dann die Mitglieder unseres Vereins mit Begleitperson im <a href="http://www.altestheater.de/">Alte Theater</a>. Und ich muss sagen, die Erwartungen wurden, was die Aufführung der Darsteller angelangt, voll erfüllt. Die Aufführung hatte den Titel „Fleischles Lust“ und bestand aus diversen sehr lustigen Sketchen. Diese waren meist aus dem prallen Leben gegriffen und wurden natürlich überzeichnet dargestellt. Die Darsteller wurden nach Ende der Vorstellung mit stürmischem Beifall belohnt, was auf zufriedene Zuschauer schließen ließ.

Berta keift, Erich bruddelt. Berta will was, Erich nicht. Berta ist lüstern, Erich lustlos.

„Die Fleischles“ sind ein typisch schwäbisches Ehepaar. Menschen, die zum Lachen in den Keller gehen, Menschen, die es im Dunkeln tun; Menschen, die sich aneinander reiben. Einfach Menschen wie du und ich. Halt, werden Sie einwenden, heißt das Programm nicht „Fleischles Lust“? Aber ja, sagen Sabine Essinger und Volker Körner von der Neuen Museums-Gesellschaft, Last und Lust sind beim Schwaben kein Widerspruch. Sie bedingen einander. Wer könnte das besser wissen. In zwölf Programmen hat das schwäbische Kabarett die schwäbische Seele durchleuchtet. Und geht im 13. Programm „Fleischles Lust“ noch weiter - oder auch ganz zurück. Denn es sind Alltagsgeschichten, die vom verheißungsvollen Anfang wie vom bitteren Ende handeln. Begebenheiten mit Berta, Erich und vielen anderen, wie sie nur das wirkliche Leben zu bieten hat.

Lustvoll setzt Karin Hagmann mit schwäbischen Lumpenliedern, Schlagern und Chansons den Schwabenkosmos musikalisch in Szene. Zur Belustigung des Publikums, das ganz im Innern weiß: Wer über Fleischles lacht, lacht immer - wenn auch heimlich - über sich selbst.

Vor Beginn der Vorstellung war die Gelegenheit, sich kulinarischen Genüssen hinzugeben. Leider wurden da die Erwartungen nicht unbedingt bei allen erfüllt. Die Küche und auch das Bedienungspersonal waren anscheinend mit der Menge der Zuschauer etwas überfordert.

Als Resümee des Abends kann man aber sagen, dass er einfach schön war und wirklich ein besonderes Erlebnis und dem Anlass sicher angemessen.